Durch die Jahrhunderte der geografischen und politischen Isolation hat sich in Portugal eine Rebsortenvielfalt erhalten können wie in keinem anderen Land der Erde.
Durch moderne Methoden der Sortenbestimmung, wie die DNA–Analyse, kennen wir heute rund 300 autochthone Rebsorten, deren vielfältige Synonyme nicht eingerechnet.
Wenn sich auch nicht alle Sorten stets perfekt geschliffen oder sehr elegant zeigen, so trägt doch jede ihren kleinen Teil zu dieser enormen Vielfalt und Eigenständigkeit bei.


Weiße Rebsorten

Alfrocheiro Branco
Siehe Talia

Alva
Siehe Roupeiro

Alvadurao
Siehe Roupeiro

Alvaraca
Siehe Batoca

Alvarinho / Galego / Galeguinho
In Spanien auch Albarino genannt, beanspruchen heute beide Länder die Herkunft dieser Sorte für sich. Alvarinho ist ertragarm und produziert kleine Trauben. Die dickschaligen Beeren tragen kleine Kerne. Die Weine zeigen sich säurereich, sehr duftig, ihre Aromen erinnern an Orange, Jasmin und Cox Orange Apfel. Sie zählt heute zu den bedeutendsten weißen Rebsorten Portugals.

Alvaroca
Siehe Batoca

Antao Vaz
Antao Vaz ist eine sehr alte Rebsorte, die ihren Ursprung und ihre Heimat im Alentejo hat. Sie stellt im Anbau keine hohen Ansprüche, reift früh (Anfang bis Mitte August), ist krankheitstolerant - weil dickschalig - und bringt würzige, säurebetonte & kräftige, körperreiche Weine, die meist reinsortig im Barrique ausgebaut werden. Sie gilt als die beste Rebsorte des Alentejo.

Arinto / Paderna / Pe de Perdiz Branco / Chapeludo / Azal Espanhol / Azal Galego
Die gute Anpassungsfähigkeit an verschiedene Böden und Klimaten - speziell die Toleranz gegen Trockenheit - macht die kleinbeerige Arinto zu einer der meist angebauten weißen Traubensorten Portugals. Trotz ihrer späten Reife, bringt sie Weine mit sehr hoher Säure und rieslingartigen, würzigen Aromen, die über ein hohes Lagerpotential verfügen. Sie wird oft mit dem Riesling verglichen, ist mit diesem aber nicht verwandt. Im Vinho Verde trägt sie das Synonym Paderna und bildet zusammen mit Loureiro und Trajadura das Rückgrad des weißen Vinho Verde.

Arinto do Dao
Siehe Malvasia Fina

Assario
Siehe Malvasia Fina

Avesso
Die Avesso (zu Deutsch "Gegensatz") produziert Trauben mit hohen Zuckergradationen. Ihre Heimat ist die Region "Entre Douro e Minho" - "zwischen Douro und Minho" - im Gebiet Vinho Verde, der wärmsten und trockensten Region des Vinho Verde. Ihre Weine duften nach Pfirsich und Marille. Im Anbau zeigt sie sich sehr anpassungsfähig und ertragreich.

Azal
Azal findet man ausschließlich im Gebiet Vinho Verde. Sie ist die am spätesten reife Rebsorte im Gebiet. Das macht sie nach den gefürchteten atlantischen Herbstregen extrem anfällig für Traubenfäule. Azal produziert neutrale Weine mit extrem hohem Säuregehalt (12g/l) und ist sehr ertragreich.

Azal Espanhol
Siehe Arinto

Azal Galego
Siehe Arinto

Barcelo
Die Barcelo ist eine sehr alte Rebsorte, die heute wie damals nur im Weinbaugebiet Dao, rund um Viseu und Gouveia zu finden ist. Sie verlor ihre Bedeutung auf Grund ihrer hohen Anfälligkeit für Traubenfäule.

Batoca / Alvaraca / Alvaroca / Sedouro
Batoca findet man heute nur noch rund um die Stadt Baiao, im Gebiet Vinho Verde. Im kühl-feuchten Klima neigt sie allerdings sehr zur Traubenfäule. Sie ist ertragreich.

Bical / Borrado das Moscas
Die im Dao und Bairrada beheimatete Sorte Bical reift früh und bringt säurereiche Weine, die oft - meist mit Maria Gomez im Cuvée - als Sektgrundweine ausgebaut werden. Ihre Schwäche liegt in ihrer hohen Anfälligkeit für Oidium. Ihre charaktervollen, säurebetonten Weine reifen in der Flasche rieslingartig. Im Dao trägt sie den Namen Borrado das Moscas.

Boal Bonifacio
Siehe Vital

Borrado das Moscas
Siehe Bical

Cachorrinho
Siehe Uva Cao

Cainho / Cainho Branco
Cainho ist heute nur noch um die Stadt Ponte de Lima im Vinho Verde zu finden. Sie ist ertragreich und produziert Trauben mit hohen Zuckergradationen.

Cainho Branco
Siehe Cainho

Cerceal
Siehe Cercial

Cercial / Cerceal
Cercial ist eine spätreifende, ertragreiche Sorte, die in den Gebieten Douro, Dao und Bairrada zu finden ist. Sie bringt frische Weine ohne große Eigenständigkeit. Cercial ist anfällig gegen Oidium und wegen ihrer Dünnschaligkeit auch gegen Traubenfäule.

Chapeludo
Siehe Arinto

Chardonnay
Der Literatur nach stammt diese Sorte aus den Bergen des Libanon und soll von Kreuzrittern nach Frankreich gebracht worden sein. Die römisch-katholischen Orden der Benediktiner und Zisterzienser haben danach für die Verbreitung in ganz Europa gesorgt. Die Bezeichnung Chardonnay (übersetzt: Ort voller Disteln) stammt aus einer späteren Zeit und wahrscheinlich von einem gleichnamigen Ort in der Burgund. Die ertragreiche Chardonnay zeigt eine hohe Anpassungsfähigkeit an das Klima. Ihr einziger Nachteil ist der frühe Austrieb. Ihr eher neutrales Aroma erinnert an Honigmelone, Grapefruit, reife Äpfel und Erdnüsse. Die größte Bedeutung hat die Sorte Chardonnay in der Estremadura und im Alentejo (jenen Gebieten, die am meisten von der Neuen Welt beeinflusst werden), wo sie sortenrein im Stahltank oder im Barrique ausgebaut wird.

Codega
Siehe Roupeiro

Codo Siria
Siehe Roupeiro

Crato Branco
Siehe Roupeiro

Dedo da Dama
Dedo da Dama - "Damenfinger" - findet man nur noch gelegentlich im Douro, meist als schattenspendende Pergola. Ihre Beeren haben die Form von langen, weiblichen Fingernageln. Sie dient heute nur noch zur Produktion von Tafeltrauben.

Diagalves
Die reichtragende Diagalves ist eine Rebsorte, die nur im Alentejo zu Hause ist. Ihre Weine sind neutral und kräftig, aber ohne Eigenständigkeit. Sie produziert sehr große Trauben, die auch gerne als Tafeltrauben geerntet werden.

Dona Branca
Die reichtragende, unscheinbare Dona Branca findet man heute nur noch vereinzelt in den Weinbaugebieten Dao und Douro.

Donzelinho Branco
Siehe Gouveio

Douradinha
Siehe Talia

Encruzado
In Bezug auf Qualität, ist die Encruzado zweifellos die wichtigste weiße Rebsorte des Dao. Die genaue Herkunft ist ungewiss, allerdings kennt man sie ebendort bereits seit dem 19. Jahrhundert unter dem Namen Salgueirinho. Sie ist ertragreich und bringt Weine von größter Eigenständigkeit, was sie für den sortenreinen Ausbau auszeichnet. Besonders nach der Reifung im kleinen oder großen Holzfass zeigen sie ihre ganze Größe und stehen den besten internationalen Beispielen um nichts nach.

Esgana Cao
Siehe Sercial

Esgana Rapazes
Siehe Talia

Esganoso
Siehe Sercial

Fernao Pires / Maria Gomez
Unter dem Synonym Maria Gomez hat diese frühreifende Sorte (für Spätfrost anfällig!) im Bairrada ihre größte Bedeutung, wo sie hauptsächlich als Sektgrundwein, aber auch im Cuvée ausgebaut wird. Auch in der Estremadura schätzt man ihre exotisch aromatischen, würzigen & körper- und säurereichen Weine, die auch dort sowohl reinsortig, als auch im Cuvée abgefüllt werden. Vom Ausbau im kleinen oder großen Holzfass erlangen die besten reinsortigen Weine chardonnayartige Dimensionen. Im Douro dienen ihre Weine auch der Portproduktion.

Folgosao / Terrantez
Auf Madeira trägt die Folgosao den Namen Terrantez. Im Douro findet man sie heute nur noch in den alten, gemischten Reblagen.

Galego
Siehe Alvarinho

Galeguinho
Siehe Alvarinho

Gouveio / Verdelho / Donzelinho Branco
Die ertragarme Gouveio ist eine weiße Rebsorte, die von der portugiesischen Insel Madeira stammt, wo sie den Namen Verdelho trägt. Als Gouveio findet man sie heute hauptsächlich in den alten, gemischten Rebanlagen des Douro. Reinsortig dienen die Weine meist der Produktion von weißem Port. Ihre Fähigkeit zur Produktion von Weinen mit exotischem Duft, hoher Säure und hohem, natürlichen Alkohol wird dabei besonders geschätzt.

Jampal / Joao Paulo
Jampal findet man heute nur noch in der Estremadura. Sie produziert frische, leichte Weine, zeigt aber wenig Klasse.

Joao Paulo
Siehe Jampal

Loureiro
Die Loureiro stellt im Weinbaugebiet Vinho Verde die am weitest verbreitete Rebsorte und ist dort hauptsächlich in den Regionen Lima und Braga zu finden. Sie hat als eine der edelsten weißen Sorten Portugals wesentlich zum Comeback des Vinho Verde beigetragen. Sie zeigt sich dem feuchten Klima und den kühlen Temperaturen gegenüber wenig empfindlich. Wegen ihres feinen Aromas zwischen Riesling und Sauvignon blanc (exotische Früchte, Lemonen, Mango, Litschi, Muskat) wird sie vermehrt sortenrein ausgebaut. Die besten Beispiele dafür liefert die Quinta do Ameal.

Malvasia Corada
Siehe Vital

Malvasia Fina / Arinto do Dao / Assario
Malvasia ist ein in Spanien, Portugal und Italien gebräuchlicher Name für sehr viele verschiedene Rebsorten. Es sind über 50 Sorten bekannt, deren Namen mit Malvasia beginnt. Viele davon sind antiken und griechischen Ursprungs und werden für Dessertweine eingesetzt. In Portugal kennt man zum Beispiel Malvasia Fina, Malvasia Candida oder Malvasia Rei. Sie alle haben im Douro (15% der weißen Anbaufläche) ihren Ursprung, reifen früh und fühlen sich eher in höheren, kühlen Lagen wohl. Man findet Malvasia Fina aber auch im Dao. Im Anbau zeigt sie sich anfällig gegen Oidium. Bei zu feuchtem und kühlem Wetter während der Blüte neigt sie zum Verrieseln, bei zu großer Hitze zum Schrumpfen der Beeren.

Manteudo
Manteudo findet man nur noch im Alentejo, wo sie große Mengen einfacher, kräftiger Weine produziert. Qualitätsorientierte Produzenten scheiden sie zugunsten roter Sorten aus ihren Weingärten aus.

Maria Gomes
Siehe Fernao Pires

Moscatel / Moscatel Galego
Die Moscatel ist eine vielseitige Aromasorte, verbreitet in den Gebieten Douro - als Moscatel Galego - Setubal, Palmela und Estremadura. Im Douro wird sie als White Port sortenrein im Stahltank oder im Holzfass ausgebaut. Aus der Estremadura stammt ein leichter, duftiger Vertreter, gänzlich im Stahltank ausgebaut.

Moscatel Galego
Moscatel

Paderna
Siehe Arinto

Pe de Perdiz Branco
Siehe Arinto

Perrum
Perrum findet man nur im Alentejo, wo sie große Mengen einfacher, kräftiger Weine produziert. Sie ist auch bei großer Hitze und Trockenheit sehr ertragreich und zeigt sich sehr tolerant gegenüber Pilzkrankheiten.

Rabigato
Die Rabigato ist eine einfache Rebsorte, die in ganz Portugal angebaut wird und anspruchslose, aber alkoholstarke Weine erbringt. Im Douro (12% der weißen Anbaufläche) findet man sie häufig in den alten, gemischten Rebanlagen und reinsortig in höher gelegenen Weingärten, wo sie Weine mit höherer Säure bringt. Sie zeigt sich hoch im Ertrag und tolerant gegenüber großer Hitze.

Rabo de Ovelha
Der Name Rabo de Ovelha bedeutet "Lämmerschwanz". Im Vinho Verde wird sie irreführender Weise auch Rabigato genannt, hat aber nichts mit der Rabigato aus dem Douro gemein. Rabo de Ovelha bevorzugt warme Standorte, reift sehr früh und muss für gute Ergebnisse (Säure) früh geerntet werden.

Roupeiro / Codega / Siria / Alva / Alvadurao / Codo Siria / Crato Branco
Die Roupeiro ist in ganz Portugal zu finden. Im Alentejo ist sie mit 40% der Anbaufläche die weiße Hauptsorte. Ebenso im Douro, dort hält sie (als Codega) 30% der weißen Anbaufläche. Sie ist eine der wichtigen Sorten für die Erzeugung von Port, hat aber auch als Bestandteil der alten, gemischten Rebanlagen ihre Bedeutung. Probleme bereitet ihr Anbau aufgrund ihrer Oidium- und Fäulnisanfälligkeit. Großer Hitze gegenüber zeigt sie sich weitgehend resistent. Allerdings verlieren die Weine bei zu später Ernte der Trauben an Fruchtigkeit und Säure. Gut gepflegt präsentieren sich ihre Weine eigenständig und aromatisch und profitieren auch von einer Vergärung und nachfolgendem kurzen Ausbau im Holzfass.

Samarrinho
Samarrinho hat heute nur noch in den alten, gemischten Weingärten im Douro Bedeutung.

Sauvignon blanc
Die Sauvignon blanc ist eine französische Rebsorte mit weltweiter Verbreitung. Ihre Weine erinnern in Geruch und Geschmack an eine Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und Traminer. Sie kombiniert ein würziges Aroma - Heublumen, Stachelbeeren und Holunderblüten - mit lebhafter Säure. Sauvignon blanc ergibt elegante, feine Weine, die sowohl reinsortig, wie auch als Cuvée weltweit Bedeutung haben. In Portugal wird sie hauptsächlich in der Estremadura angebaut.

Sedouro
Siehe Batoca

Sercial / Esganoso / Esgana Cao
Die Sercial - nicht zu verwechseln mit der Cerceal - produziert Weine mit extrem hoher Säure. Sie kommt heute noch auf Madeira und in den alten, gemischten Weingärten im Douro vor. Im Vinho Verde nennt man sie Esganoso, "Würger", in der Estremadura Esgana Cao, "Hundewürger". Sie erhielt beide Synonyme wohl wegen der "würgenden" Eigenschaften ihrer säurebetonten Weine.

Sercialinho
Sercialinho ist eine Kreuzung aus Vital x Alvarinho. Sie hat bis heute nur im Bairrada Verbreitung gefunden und produziert alkohol- und säurereiche, aromatische Weine.

Siria
Siehe Roupeiro

Talia / Douradinha / Alfrocheiro Branco / Esgana Rapazes
Talia kam aus Italien - als Trebbiano - nach Portugal. Sie produziert große Mengen einfacher, neutraler Weine. Im Vinho Verde trägt sie das Synonym Douradinha.

Tamarez
Siehe Trincadeira das Pratas

Trajadura
Trajadura ist eine der wichtigsten weißen Rebsorten im Vinho Verde. Sie erbringt dort Weine mit relativ hohem Alkoholgehalt und geringer Säure. Daher findet man sie nur selten reinsortig, sondern meist im Cuvée mit Loureiro und Paderna.

Trincadeira das Pratas / Tamarez
Die Trincadeira das Pratas ist nur im Süden Portugals zu finden und bringt neutrale, einfache Weine. Aufgrund ihrer frühen Reife, neigen die Beeren bei großer Hitze zum Schrumpfen. Die süßen, großen Trauben werden auch als Tafeltrauben geerntet.

Uva Cao / Cachorrinho
Uva Cao - "Hundetraube" - ist die viertwichtigste weiße Rebsorte im Dao. Sie blüht spät, was sie unempfindlich gegen Spätfrost macht. Ihre Trauben erreichen hohe Zucker- und Säuregradationen. Auf Grund ihrer geringen Erträge, ihrer späten Reife und ihrer Tendenz zur Traubenfäule, bleibt sie allerdings den wärmeren Regionen im Dao vorbehalten.

Verdelho
Siehe Gouveio

Viognier
Viognier stammt aus Frankreich, aus dem nördlichen Rhonetal. In Portugal wird sie bis jetzt nur selten im Douro, in der Estremadura und im Bairrada angebaut. Experten geben dieser faszinierenden Sorte alle Chancen, im warmen Portugal herausragende Ergebnisse zu bringen.

Viosinho
Im Douro findet man Viosinho häufig in den alten, gemischten Rebanlagen und reinsortig in höher gelegenen und kühleren Weingärten, wo sie Weine mit höherer Säure und viel Aromatik bringt. Sie ist ertragarm und empfindlich gegen Oidium und Traubenfäule.

Vital / Boal Bonifacio / Malvasia Corada
Die früh reifende Vital erbringt weitgehend einfache, neutrale Weine, die sich als Verschnittpartner für allzu kräftige Sorten eignen. Sie kommt hauptsächlich in der Estremadura vor.


Rote Rebsorten

Abundante
Siehe Tinta Roriz

Agua Santa
Agua Santa ist eine junge Neuzüchtung aus den Sorten Touriga Nacional x Castelao. Durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegen Traubenfäule, bringt sie vor allem in den feuchteren Gebieten wie der Bairrada gute Ergebnisse. Sie ist resistent gegen Oidium, reift früh, bringt hohe Erträge und produziert Weine mit hohen Zuckergradationen.

Alfrocheiro
Siehe Alfrocheiro Preto

Alfrocheiro Preto / Alfrocheiro
Die hauptsächlich im Dao und Alentejo heimische Alfrocheiro bringt Weine mit hoher Säure, kräftiger, opaker Farbe und einer gänzlich eigenständigen Aromatik, die an Anis, Minze, Kümmel, Kirschen und Erdbeeren erinnert. Bei zu hohen Erträgen und falscher Standortwahl zeigt sie sich jedoch als schwieriger Partner. In feuchten Jahren neigt sie zu Traubenfäule und Oidium. Sie reift früh.

Alicante
Siehe Alicante Bouchet

Alicante Bouschet / Tinta Fina / Alicante / Tinta de Escrever
Die Alicante Bouschet ist eine französische Rebsorte. Ihr Name geht auf ihren Schöpfer Henri Bouschet zurück, der sie Mitte des 19. Jahrhunderts durch eine Kreuzung von Petit Bouschet x Grenache züchtete. Sie ist ertragreich und pilztolerant. Ihre tiefdunklen, opaken, langlebigen Weine eignen sich auch bestens als Verschnittpartner und präsentieren sich mit kräftigen, feinen Schokolade- und Zwetschken-Aromen. Im Alentejo ist sie ein Teil der Jahrzehnte alten, gemischten Weingärten.

Alvarelhao / Brancelho
Die Alvarelhao ist eine sehr alte Rebsorte, die heute nur noch im Douro als Bestandteil der alten, gemischten Weingärten zu finden ist. Reinsortig erbringt sie leichte, helle Rotweine, die früher im Grenzgebiet von Douro und Vinho Verde als Grundweine für den berühmten Mateus Rosé gekeltert wurden. Im Vinho Verde trägt sie den Namen
Brancelho.

Amaral
Siehe Azal Tinto

Amostrinha
Siehe Preto Martinho

Aragonez
Siehe Tinta Roriz

Azal Tinto / Amaral
Azal Tinto ist eine der Hauptsorten für den roten Vinho Verde. Sie zeigt sich schwierig im Anbau und erbringt tiefdunkle Weine mit hoher Säure. Die Eigenständigkeit ihrer Weine, macht sie zu einem idealen Verschnittpartner.

Baga / Tinta da Bairrada / Tinta da Baga / Poeirinha
Die Baga - übersetzt "Beere" - ist hauptsächlich im Bairrada zu finden, wo sie über 90% der roten Rebfläche repräsentiert. Sie trägt kleine, dickschalige Beeren, die sich sehr tolerant gegen Oidium zeigen. Ihre sehr späte Reife, kann in feuchteren Jahren zu Problemen mit Fäulnis führen. Bei sorgfältigem Anbau (gut entwässerte, sandige Kalk- und Feuersteinböden) und kundiger Vinifikation, bringt sie säurereiche, tanninbetonte Weine mit beinahe unbegrenztem Lager- und Alterungspotenzial. Die Weine aus der Baga sind wohl das beste Beispiel für die Eigenständigkeit der portugiesischen Rebsorten!

Baldoeira
Siehe Camarate

Barca
Siehe Tinta de Barca

Bastardo
Bastardo ist eine weit verbreitete, fäulnisanfällige Sorte, die hauptsächlich im Dao und Douro angebaut wird. Sie reift früh und bringt gute, aber unregelmäßige Erträge mit hohen Mostgewichten. Ihre farbarmen Weine sind eher säurearm und ohne große Eigenständigkeit. Die Bastardo treibt spät aus und ist dadurch wenig Spätfrost gefährdet. Ihre größte Bedeutung hat sie heute als Bestandteil der alten, gemischten Weingärten, hauptsächlich im Douro und im Dao.

Bogalhal
Siehe Borracal

Bonvedro
Siehe Monvedro

Borracal / Bogalhal / Cainho Grosso / Olho de Sapo / Esfarrapa / Murracal
Borracal ist eine Rebsorte, deren Vorkommen ausschließlich auf das Gebiet Vinho Verde beschränkt ist. Sie ist extrem ertragreich und bringt neutrale Weine ohne große Sortentypizität. Borracal dient als Verschnittpartner für Vinhao und Amaral zur Produktion des roten Vinho Verde.

Brancelho
Siehe Alvarelhao

Cainho Grosso
Siehe Borracal

Cabernet Sauvignon
Die Cabernet Sauvignon ist nicht nur die bekannteste rote Rebsorte der Welt, sondern auch die am meisten verbreitete. Beheimatet ist sie im Bordeaux, hat aber von hier ihren Siegeszug in die ganze Weinwelt angetreten. In ihrer Jugend fruchtig, rauh, gerbstoffbetont und mit einer kräftigen Cassis Note, präsentieren sich die Weine im Laufe ihrer Alterung zunehmend mit feinen Röstaromen und Aromen von schwarzen Beeren & Lakritze. Die farbstoffreichen Beeren haben im Verhältnis zum Fruchtfleisch viele Kerne und viel Schale. Das bringt tanninbetonte Weine mit - nicht zuletzt deswegen - langer Lebenserwartung. Die Cabernet Sauvignon wird im Alentejo und in der Estremadura reinsortig und auch im Cuvée ausgebaut.

Caladoc
Caladoc ist als Neuzüchtung zwischen Grenache x Cot (Malbec) relativ neu in Portugal. Sie zeigt sich ertragreich und resistent gegen Grauschimmel. Ihre Weine sind tiefdunkel und würzig.

Camarate / Castelao Nacional / Baldoeira / Moreto de Soure / Negro Mouro
Die alte Sorte Camarate ist heute in Portugal hauptsächlich in Meeresnähe nördlich von Lissabon - Estremadura und Bairrada - zu finden. Ihre Weine sind opak und mit harschen Tanninen und hoher Säure ausgestattet. Durch diese Eigenschaften ist sie heute nur als Verschnittpartner zu finden. Im Bairrada trägt sie den Namen Castelao Nacional.

Castelao / Periquita / Joao de Santarem / Trincadeira / Trincadeiro / Tinta Merousa
Sie ist eine der am weitesten verbreiteten Rotweinsorten Portugals und vor allem in den Gebieten Alentejo, Estremadura, Setubal und Ribatejo beheimatet. Sie bevorzugt warme Standorte mit sandigen Böden. Mit ihren kleinen Trauben und kleinen Beeren, bringt sie Weine mit violettschwarzer Farbe, kräftigen Gerbstoffen, intensiven Aromen nach Himbeeren, Erdbeeren und Heidelbeeren und einem hohen Potenzial zum Altern.

Castelao Nacional
siehe Camarate

Coracao do Galo
Coracao do Galo ist heute nur noch in den alten, gemischten Weingärten im Dao zu finden.

Cornifesto
Früher wurde Cornifesto gerne wegen ihrer hohen Toleranz gegen Oidium ausgepflanzt. Reinsortig hat sie heute keine Bedeutung mehr. Sie ist nur noch als Bestandteil der alten, gemischten Weingärten im Douro zu finden.

Docal / Docar / Folhal
Docal ist heute nur noch in den alten, gemischten Weingärten entlang des Flusses Lima im Vinho Verde zu finden. Sie produziert extrem süße, extrem gerbstoffreiche Trauben.

Docar
Siehe Docal

Donzelinho Tinto
Donzelinho ist heute nur noch in den alten, gemischten Weingärten im Douro zu finden. Reinsortig zeigt sie sich ertragarm und tolerant gegen Oidium.

Esfarrapa
Siehe Borracal

Espadeiro / Torneiro
Espadeiro ist hauptsächlich im Gebiet Vinho Verde zu finden. Im Anbau schwierig, bringt sie Weine mit heller Farbe und wenig Eigenständigkeit. Sie ist einer der Verschnittpartner für den roten Vinho Verde.

Espadeiro de Basto
Siehe Sousao

Folhal
Siehe Docal

Jaen
Jaen zeigt sich im Anbau als ertragreiche, früh reifende Sorte mit hoher Anfälligkeit gegen Mehltau. Ihre Verbreitung beschränkt sich auf das Gebiet Dao, wo sie hinter Baga die meist angebaute Sorte darstellt. Weine aus Jaen sind sehr farbintensiv und eher säurearm, was sie zu idealen Verschnittpartnern für Touriga Nacional und Alfrocheiro Preto macht.

Joao de Santarem
Siehe Castelao

Malvasia Preta / Moreto do Dao
Malvasia Preta findet man heute nur noch in den alten, gemischten Weingärten des Douro und im Gebiet Dao, wo sie auch das Synonym Moreto do Dao trägt.

Merlot
Die amerikanische Sorte Merlot ist in Portugal in den Gebieten Ribatejo und Estremadura zu finden. Dort wird sie ausschließlich in kühleren Regionen gepflanzt, wo sie kräftige und finessenreiche Weine erbringt.

Monvedro / Bonvedro / Tinta Caiada
Monvedro ist heute nur noch rund um Lissabon zu finden. Im Douro trägt sie das Synonym Tinta Caiada.

Moreto
Moreto ist heute nur noch im Süden Portugals, im Alentejo zu finden. Reinsortig produziert sie einfache eindimensionale Weine. Achtet man allerdings auf niedrige Erträge, bringt sie ansprechende Weine mit viel Frucht und ausgewogenen Tanninen. In portugiesischen ampelografischen Abhandlungen wird sie für den Blauer Portugieser gehalten.

Moreto de Soure
Siehe Camarate

Moreto do Dao
Siehe Malvasia Preta

Moscatel Galego Tinto
Moscatel Galego Tinto findet man heute nur noch in den alten, gemischten Weingärten im Douro.

Mourisco
Mourisco war im 19. Jahrhundert ob ihrer Widerstandsfähigkeit gegen die Reblaus eine sehr weit verbreitete Sorte. Man findet sie heute nur noch als Bestandteil der alten, gemischten Weingärten im Douro.

Murracal
Siehe Borracal

Negrao
Siehe Sousao

Negra Mouro
Siehe Camarate

Nevoeira / Tinta dos Pobres
Als Massenträger ohne eigenständigen Sortencharakter, war Nevoeira bis ins 19. Jahrhundert in Portugal weit verbreitet. Auch ihr Synonym Tinta dos Pobres ("Rote der Armen") deutet auf ihre Fähigkeit zur Produktion hoher Erträge hin.

Olho de Sapo
Siehe Borracal

Padeiro
Siehe Tinta Cao

Padral
Siehe Pedral

Parreira Matias
Parreira Matias wurde früher nur in der Estremadura angebaut. Ihre Weine waren leicht und duftig, im Stil eines dunklen Rosé.

Pedral / Padral
Pedral ist eine lokale Sorte in der Region Moncao im Gebiet Vinho Verde. Sie ist ertragarm und zeigt Probleme durch stark schwankenden Fruchtansatz.

Penamacor
Siehe Rufete

Periquita
Siehe Castelao

Poeirinha
Siehe Baga

Preto Martinho / Amostrinha
Preto Martinho findet man heute nur noch vereinzelt in den Gebieten Ribatejo und Estremadura, in letzterem vor allen im Alenquer. Sie zeigt sich völlig problemlos im Anbau. Der Grund, warum sie seit dem 19. Jahrhundert aber immer mehr an Bedeutung verloren hat, sind ihre schwierigen Eigenschaften bei der Vinifikation.

Preto Mortagua
Siehe Touriga Nacional

Rabo de Ovelha Tinto
Siehe Tinta Amarela

Ramisco
Eine wirklich einzigartige Rebsorte, die nur auf wenigen Hektar im Colares an der Atlantikküste, nordwestlich von Lissabon kultiviert wird. Sie ist bekannt als die einzige Rebsorte, die nie veredelt wurde und die heute noch wurzelecht in den Weingärten zu finden ist. Sie wurzelt etliche Meter tief im Sand, was sie vor der Vernichtung durch die Reblaus bewahrt hat. Die kleine dickschalige Traube bringt kräftige Weine hervor, denen man Zeit lassen sollte, um zu reifen.


Rufete / Tinta Pinheira / Penamacor
Die Rufete ist eine eher einfache, leichte Rebsorte, die im Douro für die Erzeugung von Portwein verwendet wird. Sie reift früh und ist sehr ertragreich. Ihre größte Bedeutung hat sie aber als Bestandteil der alten, gemischten Weingärten. Im Dao trägt sie den Namen Tinta Pinheira.

Sousao / Vinhao / Negrao / Espadeiro de Basto
Die Sousao wird in den Gebieten Douro (25% der roten Anbaufläche) und Vinho Verde angebaut. Die extrem hohe Farbkonzentration in der Schale bringt tiefdunkle, opake Weine. Im Vinho Verde - hier wird sie Vinhao genannt - bildet sie das Rückgrad des ob seiner hohen Säure und seiner extrem blumig-kirschigen Aromen berühmt-berüchtigten roten Vinho Verde. Als perfekter Begleiter der deftigen, schweren lokalen Kost, wird er fast zur Gänze im Gebiet getrunken. Im Douro hat sie ihre größte Bedeutung als Bestandteil der alten, gemischten Weingärten. Unter anderem verdankt auch der Vintage Nacional der Quinta do Noval seine tiefdunkle Farbe und Fülle der Tatsache, dass Sousao im 1925 gepflanzten, gemischten Nacional Weingarten 25% der noch auf eigenem Fuss stehenden Rebstöcke stellt.

Syrah
Die französische Rebsorte Syrah gedeiht gut in den unterschiedlichsten Lagen und hat deshalb eine weltweite Verbreitung erfahren. Sie erzeugt große, haltbare Weine mit weichem, angenehmen Tannin und charakteristischen Aromen nach Pfeffer, Gewürzen, schwarzen Beeren, Leder und gerösteten Nüssen. Sie ist die einzige internationale Rebsorte, bei der selbst die Produzenten im Douro der Meinung sind, dass sie zusammen mit den mächtigen autochthonen Rebsorten künftig vielleicht einmal eine wichtige Rolle spielen könnte. Etwas Verbreitung findet sie heute bereits im Alentejo und der Estremadura.

Tinta Amarela / Trincadeira Preta / Rabo de Ovelha Tinto
Die Tinta Amarela ist in Portugal besonders in den Gebieten Alentejo (als Trincadeira Preta), Dao und Douro weit verbreitet. Im Vinho Verde (als Rabo de Ovelha Tinto) ist sie eine der Hauptsorten für den roten Vinho Verde; siehe Sousao. Tinta Amarela ist eine ertragreiche Sorte mit einer hohen Toleranz gegen Dürre. Durch ihre dünne Schale ist sie jedoch extrem anfällig für Fäulnis. Die besten Ergebnisse bringt sie in heißen, trockenen Lagen mit armen Böden. Ihre Weine präsentieren sich kraftvoll, würzig und tanninreich. Diese Eigenschaften machen ihre Weine zu wichtigen Verschnittpartnern in der Portproduktion.

Tinta Barroca / Tinta Grossa / Tinta Gorda
Tinta Barroca ist eine der fünf wichtigsten Rebsorten (11% der roten Anbaufläche) für die Produktion des Portweins. Wegen ihrer frühen Reife und ihrer Fähigkeit zur Produktion hoher Zuckergradationen bei gleichzeitigen sehr hohen Erträgen, wird sie gerne in höheren und kühleren Lagen und an Nordhängen gepflanzt, denn zu große Hitze lässt die dünnschaligen Beeren austrocknen und einschrumpfen. Ihre Weine sind ideale Verschnittpartner, fest, robust und breit. Große Bedeutung hat sie auch als Bestandteil der alten, gemischten Weingärten im Douro. Außerhalb des Douro findet man sie auch in der Estremadura.

Tinta Caiada
Siehe Monvedro

Tinta Cao / Padeiro
Die Tinta Cao ("Roter Hund") ist eine der ältesten Rebsorten im Douro. Seit den 70er Jahren, gehört sie dort zu den fünf meist angebauten Rebsorten. Die auch im Vinho Verde - als Padeiro - gepflegte Tinta Cao reift spät und benötigt für beste Ergebnisse auch beste Lagen. Sie ist niedrig im Ertrag und sehr tolerant gegenüber Mehltau und Traubenfäule.

Tinta Carvalha
Tinta Carvalha ist eine der bedeutendsten Rebsorten im Douro. Sie ist ertrag reich und wichtiger Bestandteil der alten, gemischten Weingärten. Ihre Weine sind mittelgewichtig und aromatisch.

Tinta da Baga
Siehe Baga

Tinta da Bairrada
Siehe Baga

Tinta de Barca / Barca
Reinsortig hat Tinta de Barca heute keine Bedeutung mehr, nur noch als Bestandteil der alten, gemischten Weingärten im Douro, hauptsächlich in der Region Douro Superior.

Tinta de Escrever
Siehe Alicante Bouchet

Tinta dos Pobres
Siehe Nevoeira

Tinta Fina
Siehe Alicante Bouchet
Tinta Francisca
Reinsortig hat Tinta Francisca heute keine Bedeutung mehr, nur noch als Bestandteil der alten, gemischten Weingärten im Douro.

Tinta Gorda
Siehe Tinta Barroca

Tinta Grossa
Siehe Tinta Barroca

Tinta Merousa
Siehe Castelao

Tinta Miuda
Tinta Miuda ist heute nur noch in der Estremadura zu finden. Sie reift sehr spät, bringt keine hohen Zuckergradationen und neigt nach Herbstregen zu Traubenfäule. Ihre Weine sind farbintensiv, tannin- und säurereich.

Tinta Pinheira
Siehe Rufete

Tinta Roriz / Aragonez / Abundante
Die Tinta Roriz stammt ursprünglich aus Spanien, wo sie heute noch unter dem Namen Tempranillo die rote Hauptsorte darstellt. Die Herkunft der Sorte ist aber bis heute nicht eindeutig geklärt. Es wird angenommen, dass die Tinta Roriz vom Spätburgunder abstammt. Nach der Befreiung Spaniens von den Mauren ließen sich in der spanischen Rioja Zisterzienser Mönche nieder, die die ersten Rebstöcke pflanzten. Die Tinta Roriz - im Süden Portugals als Aragonez weit verbreitet - blüht spät und reift früh. Sie bevorzugt höhere, kühlere Lagen mit mittleren Temperaturen und fruchtbaren Böden. Sie produziert dickschalige Beeren. Nach zu ausgiebigen Regenfällen im September, neigen die Beeren zum Anschwellen, was zu einem enormen Verlust an Farbe und Konzentration führt. Ihre Weine zeigen mächtige Tannine, Aromen nach Kräutern, Gewürzen, Pflaumen, Tabak und Cassis und eine milde Säure. Im Douro sind 10% der roten Anbaufläche mit Tinta Roriz bestockt. Für die Produktion des Port, ist sie die zweitwichtigste Rebsorte nach Touriga Franca. Im Alenquer trägt sie das Synonym Abundante.

Torneiro
Siehe Espadeiro

Touriga Franca / Touriga Francesa
Die Touriga Franca ist mit 20% der roten Anbaufläche die wichtigste Rebsorte im Douro. Auch im Bairrada und in der Estremadura schätzt man ihre aromatischen, tiefdunklen Weine. Im Anbau zeigt sie sich widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und bringt gleichmäßige und hohe Erträge. Die besten Resultate zeigt sie auf warmen, südexponierten Hängen. Stimmt der Standort nicht oder liegt der Ertrag zu hoch, produziert sie Trauben mit niedrigem Zuckergehalt. Die dicke Beerenhaut ist jedoch eine Herausforderung für jeden Kellermeister. Es benötigt viel Geduld und Wissen, um aus ihr Farb- und Geschmacksstoffe zu extrahieren. Die alte Bezeichung Touriga Francesa ist heute gesetzlich nicht mehr zulässig.

Touriga Francesa
Siehe Touriga Franca

Touriga Nacional / Preto Mortagua
Wenn Portugal sich mit einer Rebsorte identifizieren kann, dann mit der Touriga Nacional! Früher wegen ihres niedrigen und unregelmäßigen Ertrages unbeliebt, ist die Touriga Nacional heute die wichtigste und am weitesten verbreitete Rebsorte des Landes, wo sie seit dem 13. Jahrhundert bekannt ist. Sie stammt ursprünglich aus dem Dao, wo sie den Namen Preto Mortagua besitzt. Touriga Nacional liebt heißes Klima, der Fruchtansatz leidet extrem unter kaltem, feuchten Wetter während der Blüte. Ein reinsortiger, fünf Hektar großer Weingarten auf der Quinta do Crasto brachte z. B. in drei aufeinanderfolgenden Jahren 220, 138 und 33 Hektoliter Most! Sie trägt kleine Trauben mit kleinen, hartschaligen, sehr süßen Beeren. Ihre Weine sind tanninreich, konzentriert und extrem langlebig. Ihr Duft erinnert an Veilchen und Bergamotte.

Trincadeira
Siehe Castelao

Trincadeira Preta
Siehe Tinta Amarela

Trincadeiro
Siehe Castelao

Vinhao
Siehe Sousao

 
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