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Vinho Regional Alentejano / DOC Alentejo
Das Alentejo liegt im Süden Portugals und erstreckt sich mit 22.000 Hektar Rebfläche östlich von Lissabon bis zur spanischen Grenze und reicht im Süden bis an die Algarve. Mit sommerlichen 45 Grad Celsius ist es vor dem Douro das heißeste und trockenste Weinbaugebiet Portugals. Rund 3000 Sonnenstunden sorgen für optimale Wachstumsbedingungen der Trauben, diese danken mit perfekter physiologischer Reife. Die geringen Niederschläge gehen meist nur im Winter nieder. Das wiederum garantiert eine regenfreie Erntezeit und damit völlig gesundes Lesegut. Auf den kargen Schiefer- und Granitböden erntet man auch hochwertigste Oliven und verschiedene Feldfrüchte. Im Alentejo zeigt sich der Einfluss internationaler Traubensorten am stärksten. Viele Produzenten setzen neben den typischen alten Sorten der Region auch auf Cabernet Sauvignon, Syrah und Chardonnay. Sie alle werden bei der Erzeugung der besten Weine auch im Alentejo in Lagares mit den Füssen getreten. Bezeichnungstechnisch gilt im Alentejo das gleiche wie in der Estremadura: Fast alle Weine sind als Vinho Regional Alentejano klassifiziert. Gegenüber einer DOC Bezeichnung ermöglicht das den Einsatz eines wesentlich breiteren Sortenspektrums. Nebenbei beherbergt das Alentejo auch den größten Korkeichen Bestand (Quercus suber) Portugals und der Welt. Rund 190.000 Tonnen Kork kommen jährlich aus Portugal. Das entspricht mehr als der Hälfte der Weltproduktion. Die Korkindustrie stellt einen integralen Bestandteil der portugiesischen Wirtschaft dar. Unter diesem Gesichtspunkt ist gut zu verstehen, warum die meisten Produzenten auch für ihre günstigen Qualitäten immer noch auf den Naturkork setzten. Stehen doch der Fortbestand der Korkeichen und dessen ökonomische und ökologische Verbindungen auf dem Spiel. In den Korkeichenwäldern wiederum werden die berühmten Schwarzfußschweine (Pata Negra) gehalten, von denen die begehrten gleichnamigen Rohschinken mit kontrollierter, zertifizierter Herkunft stammen. Die Haltung der Schweine, wie auch die der autochthonen Rinderrasse Carne Alentejana, unterliegt strengsten Richtlinien. So muss zum Beispiel jedem Tier eine Fläche von mindestens einem Hektar Land zur Verfügung stehen.
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