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DOC Douro (für Tafelwein), flächengleich mit dem
DOC Porto (für Portwein),
Das Douro beginnt 100 Kilometer östlich von Porto und erstreckt sich mit seinen 40.000 Hektar Rebfläche entlang des Flusses Douro und dessen Nebenflüssen 100 Kilometer weiter ins Landesinnere bis zur spanischen Grenze. Es ist die imposanteste, intensivste und wildeste Weinlandschaft der Welt und gleichzeitig das zweitrockenste und -heißeste Weinbaugebiet Portugals. Denn das Gebirge von Marao schützt das Douro vor den ausgleichenden Atlantikwinden aus dem Westen. Den drückenden Sommern mit bis zu 40 Grad Celsius folgen kalte Winter: "Nove Meses de Inverno, tres Meses de Inferno!", "Neun Monate Winter, drei Monate Hölle!". 1756 durch den damaligen Premierminister Marquis de Pombal geografisch exakt abgegrenzt, gilt das Douro als das älteste Weinbaugebiet der Erde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts suchten zahlreiche Naturkatastrophen den Weinbau am Douro heim. Echter Mehltau, Falscher Mehltau und die Reblaus führten um 1890 zu einer Zerstörung von rund 65% der Rebfläche. Viele Winzer mussten ihre Betriebe verkaufen. Eine zentrale Rolle im folgenden Konzentrationsprozess spielte Dona Antonia Ferreira, die Ur-Ur-Großmutter von Vito Olazabal, dem heutigen Besitzer der Quinta do Vale Meao. Mit ihrem Gefühl für die späteren Entwicklungen im Douro kaufte sie all jene Güter, die heute zu den besten Betrieben im Douro zählen, z. B. Quinta do Vallado, Quinta do Vesuvio (heute in Besitz von Symington), Quinta de Vargellas (heute in Besitz von Taylors), Quinta do Porto (heute in Besitz von Sogrape) und das Juwel im Douro, die Quinta do Vale Meao. Teilweise lagen diese Betriebe in völlig unerschlossenen Gebieten, nur auf dem Rücken der Pferde und nach einigen Tagen Reise von Porto erreichbar, wie eben auch die Quinta do Vale Meao. Nach ihrem Tod hinterließ Dona Antonia Ferreira mehr als 30 Quintas. Weinbau wird im Douro fast ausschließlich auf Schieferböden betrieben. Er ist Nährstoffquelle, schützt vor dem Austrocknen und gibt den Wurzeln der Reben auch ohne Erdreich halt. Der dunkle Schiefer strahlt nach Sonnenuntergang die gespeicherte Wärme wieder ab, wovon die Blätter und Trauben der Reben genauso wie die vielen Oliven-, Feigen-, Orangen-, Pfirsich-, Zitronen- und Mandelbäume profitieren. Im Douro einzigartig sind die ca. 1000 Hektar 50 bis 100 jährigen Weingärten, die als gemischter Satz mit bis zu 30 verschiedenen - zum größten Teil unbekannten - Sorten gepflanzt wurden. Ihr Ertrag liegt oft bei nur 200 Gramm Trauben pro Rebstock. Viele dieser Reben stehen heute noch unveredelt auf eigener Wurzel.

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