Julio Bastos

DOC Alentejo
Vinho Regional Alentejano
Besitzer Julio Tassara de Bastos
Önologe Sandra Concalves

Der Name Julio Bastos ist untrennbar mit einem der größten Namen des portugiesischen Weinbaus verbunden: Quinta do Carmo. Seit Generationen in Besitz der Familie Bastos, zählte sie seit jeher zu den besten Produzenten Portugals. Das stattliche Anwesen liegt außerhalb der Stadt Estremoz und beherbergt die Kellerei mit ihren großen Lagares aus Granit, eine Kirche und den berühmten 200 Jahre alten Garten mit seinen vielen Brunnen, Palmen, Gemüsebeeten und Katzen. Als sich Julio Bastos im Jahre 1992 entschied, 50% der Marke „Quinta do Carmo“ an die Familie Lafite-Rothschild zu verkaufen, war er davon überzeugt, dass sein Weingut durch diese Kooperation in Bezug auf Qualität in Produktion und Vertrieb profitieren werde. Doch es kam alles ganz anders: Die Verarbeitung wurde ausgelagert, man zwang Julio Bastos Teile seiner über 100 Jahre alten, wurzelechten Weingärten zu roden und neue, ertragreiche Junganlagen mit Cabernet Sauvignon auszupflanzen. Die Qualität der unter französischer Aufsicht produzierten Weine sank Jahr für Jahr. 1992 beschloss Julio Bastos dann alle Verbindungen zu den Rothschilds zu lösen und aus den Trauben seiner eigenen noch bestehenden Weingärten – 53 Hektar, mit bis zu 110 Jahre alten Weingärten auf tonhaltigen Schiefer- und Granitböden – wieder selbst Wein zu produzieren, um damit an die Geschichte seiner Familie anzuknüpfen. Die legendären Weine der Quinta do Carmo – damals aus den Trauben der über 100 Jahre alten Weingärten gekeltert – waren bis 1992 das Größte, was das Alentejo weinbaulich zu bieten hatte. So lehren die Garrafeiras der Jahrgänge 1986 und 1987 den ganz großen Franzosen heute noch das Fürchten! Julio Bastos Grande Reservas wird seit ihrem ersten Jahrgang 2004 wieder aus ebendiesen Weingärten gewonnen. Heute trägt Julio Bastos Quinta noch immer den Namen „Quinta do Carmo“, er darf ihn aber nur noch für seine persönliche Anschrift benützen. Seine Weine tragen aus diesem Grund den Namen Dona Maria, benannt nach einer Liebschaft König Joao V, derer zu Ehren er die Quinta im Jahre 1752 erbauen ließ.