Poggio Antico

Toskana
Besitzer Marcel van Poecke
Önologe Federico Trost

Erstmals erwähnt wurde Poggio Antico im 19. Jahrhundert. Die weinbauliche Erfolgsgeschichte begann aber erst im Jahr 1984, als Giancarlo und Nuccia Gloder Poggio Antico übernahmen. Deren Tochter Paola Gloder führte das Weingut bis 2017, heute gehört es dem belgischen Investor und Weinliebhaber Marcel van Poecke, der Poggio Antico zusammen mit seinem Önologen Federico Trost führt. Das Weingut umfasst 200 Hektar, wovon 35 Hektar Rebfläche mit Sangiovese bepflanzt sind. Die nach Süd- und Südwest ausgerichteten Weingärten liegen auf 500 Meter Seehöhe und gehören somit zu den höchstgelegenen der Toskana. Stetiger Wind vom Tyrrhenischen Meer reduziert den Druck durch Oidium und Mehltau und bringt kühle Nächte. Ein hoher Anteil Schotter in den kalkigen Mergelböden sorgt für eine gute Entwässerung. Das Weingut wird in vier Weingärten – I Poggi (von hier stammen die Trauben für den Brunello), Madre, Lemartine und Pianelli – geteilt. Insgesamt werden Trauben aus 36 separat gelesenen Parzellen verarbeitet. Der Hektarertrag liegt bei lediglich 3000kg Trauben. Poggio Antico verarbeitet nur eigene Trauben, keine aus Zukauf und auch keine Frucht von gepachteten Flächen. 2017 begann die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung, der Jahrgang 2020 brachte somit die erste zertifizierte Ernte. Die Kellerei liegt im Mittelpunkt der Weingärten, was kurze Wege für die Trauben garantiert, die ausschließlich von Hand geerntet werden. Der Wein wird in Gebinden aus Beton, Edelstahl und Holz (französische und slawonische Eiche) verschiedener Größen ausgebaut. An den Sortiertischen arbeiten nur die erfahrensten Mitarbeiter des Teams, von denen manche bereits seit 40 Jahren für das Weingut beschäftigt sind. Die Rossi und Brunelli di Montalcino von Poggio Antico gehören zu den elegantesten ihrer Herkunft und immer zu den besten Weinen aus Montalcino.